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LAUFENDES PROJEKT

REDATCET

Oktober 2026 bis April 2027, gefördert durch die EAK

ReDatCet | Reuse von Datenzentren für ökonomische und ökologische Ressourcenschonung.

Server- und Storagesysteme werden oft schon nach etwa fünf Jahren ersetzt, meist nicht wegen technischer Mängel, sondern weil der Hersteller-Support endet. ReDatCet zeigt Unternehmen, wie sie die Nutzungsdauer ihrer Hardware über Wartungsservices von Drittanbietern sicher verlängern können.

JEDES ZUSÄTZLICHE NUTZUNGSJAHR VERMEIDET ELEKTROALTGERÄTE AN DER QUELLE.

DAS PROJEKT

WORAN WIR IN REDATCET ARBEITEN

Worum es geht

Das Projekt widmet sich der ersten Stufe der Abfallhierarchie: der Abfallvermeidung durch die gezielte Verlängerung der Nutzungsdauer von IT-Großgeräten. Auch die EU-Abfallrahmenrichtlinie zählt die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten ausdrücklich zur Vermeidung. Im Fokus stehen Server- und Storagesysteme, wie sie in datenintensiven Branchen wie Produktion, Logistik, Handel und Gesundheitswesen zum Einsatz kommen. In der Unternehmenspraxis wird voll funktionsfähige Hardware so vorzeitig zu Abfall. Elektroaltgeräte zählen ohnehin zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen: 2022 fielen weltweit rund 62 Millionen Tonnen an, nur rund 22 Prozent davon wurden dokumentiert gesammelt und recycelt.

Was wir tun

Nach Gesprächen mit IT-Dienstleistern haben wir ein Potenzial identifiziert: Der Lebenszyklus der Hardware könnte über Wartungsservices von Drittanbietern verlängert werden. In vielen Unternehmen ist diese Option jedoch nicht bekannt. Zunächst recherchieren wir Rahmenbedingungen, Risiken und Chancen für den sicheren Weiterbetrieb von Server-Infrastrukturen, und zwar wirtschaftlich, technisch, rechtlich und ökologisch. Ein Workshop mit Know-how-Transfer mit dem erfahrenen IT-Dienstleister Compucons beleuchtet die Erkenntnisse und macht neue Chancen und Risiken sichtbar. Auf dieser Basis bereiten wir das Wissen praxisnah auf. Durch direkte Gespräche und überregionale Online-Formate befähigen wir Unternehmen, fundierte Entscheidungen für den Erhalt ihrer Systeme zu treffen. Ein öffentlich zugänglicher „Chancen-Risiken-Bericht“ macht diese Handlungsoptionen breit bekannt.

Warum es sich lohnt

Die hohe Nachfrage nach Hardware für KI-Anwendungen hat die Preise für Arbeitsspeicher und SSD-Speicher seit 2025 stark nach oben getrieben, teils haben sie sich mehr als verdoppelt. Für österreichische KMUs wird die Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur dadurch schwerer planbar und teurer. Ökologisch liegt der Hebel in der Einsparung von Primärmaterialien: Server- und Storage-Hardware enthält kritische Rohstoffe wie Kupfer, Gold, Tantal und Gallium, Festplatten zusätzlich Neodym-Magnete. Das Recycling deckt bislang nur einen kleinen Teil des Bedarfs, bei seltenen Erden rund ein Prozent. ReDatCet ist zudem Startpunkt für weitere zirkuläre Ansätze bei Beschaffung und Entsorgung, bis hin zu einem Ökosystem mit IT-Dienstleistern, Refurbishment-Unternehmen und Handelsplattformen.

KONTAKT

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Bastien Huber

Bastien Huber

Forschung und Konsortialprojekte

Bastien begleitet unsere Forschungsprojekte, von der Recherche bis zum Wissenstransfer in Unternehmen.